not just for trees (2018)

plakatprojekt 300 x 265cm, waltherpark-pavillon, innsbruck, nov.-dez. 2018

das plakat setzt sich mit dem jahresthema des vereins vogelweide »res publica – eine öffentliche sache« auseinander.
der park wird nicht als ort des naturbezugs, der entspannung und erholung, der sozialen kontakte thematisiert, sondern der park als ausgangs- und ausverhandlungsort für demokratische prozesse und selbstermächtigung steht im fokus dieser arbeit.
transparente, slogans und symbole von zeitlich und örtlich unterschiedlichen kämpfen um die erhaltung oder errichtung von parks sind auf dem plakat zusammengefügt. als digitale zeichnung heben sie sich vom fotografischen bildteil ab, gehen über den lokalen pavillon hinaus und stellen people’s park in berkeley 1969, park fiktion in hamburg 1994-97, adolf picherplatz-park in innsbruck 2000 und gezi-park in istanbul 2013 zur diskussion.
all diesen auseinandersetzungen gemeinsam ist der protest gegen die zerstörung von öffentlichkeit und urbanem gemeingut und die verwandlung der stadt in ein anlageobjekt für (globales) kapital. es geht um das recht auf stadt, auf öffentliche räume, auf plätze und parks, auf teilhabe und gestaltung.
die einbeziehung des realen ortes ermöglicht den betrachterinnen ein spiel mit abbild und wirklichkeit und verweist darauf, dass wirklichkeit keine unverrückbare tatsache ist, sondern eine aufforderung zum handeln.
in diesem sinn gehen die forderungen der parkaktivistinnen weit über die jeweiligen lokalen verhältnisse hinaus.